Lese-Zeichen e.V.



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Donnerstag | 25.07.2024 09:00
Sommerwerkstatt WEITSicht
Freitag | 26.07.2024 09:00
Sommerwerkstatt WEITSicht

Neuigkeiten


Vorschau: "Die Schatzinsel" bei Blaubart & Ginster


Setzt die Totenkopfsegel! Gönnt euch den guten Rum aus Tortuga! Stimmt das Seemannslied an (ihr wisst schon welches) – am 30.07. kommt die neue Folge Blaubart & Ginster mit Ralf und Mario: über Robert Louis Stevensons „Schatzinsel“. Hier gibt’s einen Vorgeschmack:



Mittwoch, 24.07.2024


Friedrich Dürrenmatt: Das Versprechen




Friedrich Dürrenmatts Kriminalromane drehen sich um die Fragen: Ist Gerechtigkeit möglich? Triumphiert das Böse in einer Welt ohne Gott? Und wie viel Wirklichkeit hängt vom Zufall ab? Ralf und Mario rekonstruieren, wie der berühmte Schweitzer Autor ein Unterhaltungsgenre nutzte, um ein Weltmodell einzureißen.



Montag, 03.06.2024


Schreiben mit Scheren | Collagen-Workshop mit Mario Osterland


Bild: Mario Osterland

22. Juni 2024 | 10 – 17 Uhr Uhr (inkl. Pausen) | im Jenaer Kunstverein e.V. | Markt 16 | 07743 Jena

Teilnahmegebühr 10,-€
10 Teilnehmer:innen

(mitzubringen sind: Scheren, Klebstoff, Schreibgeräte, Papier, ggf. alte Zeitungen und Zeitschriften)

Als Technik der Bildenden Kunst hat sich die Collage seit der Klassischen Moderne einen festen Platz in der Formenvielfalt ästhetischer Darstellung erarbeitet. Gegenwärtig entdecken auch immer mehr Schriftstellerinnen und Schriftsteller das Collagieren neu und entwickeln so interessante Werke, die die Grenzen zwischen Kunst und Literatur verwischen. Im Rahmen eines eintägigen Workshops gibt Mario Osterland Einblick und Einführung in verschiedene Formen und Techniken der Papiercollagen und ihre vielfältigen Möglichkeiten für die künstlerisch-literarische Arbeit.

Mario Osterland, geb. 1986 in Mühlhausen/Thür., lebt als Schriftsteller und Literaturvermittler in Erfurt. Zu seinen künstlerischen Arbeitsfeldern zählen neben der Literatur auch die Polaroid-Fotografie und die Papiercollage, die bereits Teil von Ausstellungen u.a. im Kunsthaus Erfurt waren. Für seine interdisziplinärer Text-Bild-Arbeiten wurde er mehrfach mit Arbeitsstipendien der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen ausgezeichnet.

Anmeldungen per E-Mail unter info@lesezeichen-ev.de


Montag, 13.05.2024


Denis Johnson: Train Dreams


Denis Johnson erzählt in seiner Novelle „Train Dreams“ die Geschichte des Tagelöhners Robert Grainier, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einer Hütte im Wald von Idaho lebt. Wir lesen von einer Feuersbrunst, Verlust und Schuld, von Begegnungen mit der Geisterwelt – und der Würde, die daraus gewonnen wird, das eigene Los zu ertragen.

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Mittwoch, 08.05.2024


Zum Tod von Hubert Weiße


Foto: Romina Nikolic

Am Dienstag, dem 27. Februar 2024, 19.30 Uhr starb der Wirt des Gasthauses „Zur Schmiede“ Hubert Weiße in seiner Wohnung. Diese bittere Nachricht empfing ich am Mittwochvormittag. Und immer wieder kam damit die Frage: Ranis ohne Hubert? Ich kann es noch immer nicht fassen. Solchen schmerzlichen Endgültigkeiten steht man hilflos gegenüber. Hubert ist tapfer mit seiner Krankheit umgegangen. Er hat anderen damit Mut gemacht und er steckte noch voller Pläne.

Als Landolf Scherzer, Matthias Biskupek und ich vor gut 30 Jahren nach Ranis kamen, um mit Vertretern der Pößnecker Druckerei über mögliche Literaturtage auf der Burg zu sprechen, kehrten wir natürlich in der „Schmiede“ ein. Und Hubert, hinter dem Tresen unübersehbar, neugierig, skeptisch und immer gesprächsbereit, gab Ratschläge. Die Gaststätte, mit ihren Sprüchen und Bildern, ein einmaliges Ambiente, wie viele haben es mit den ersten Blicken staunend zur Kenntnis genommen, ob Harry Rowohlt, Norbert Blühm mit seinen Kinderbüchern unterm Arm oder die Schriftstellerin und Goethe-Forscherin Sigrid Damm. Und Hubert? Selbstbewusst und freundlich, nicht ohne Ironie, den Schalk im Nacken, gab Auskunft und natürlich ein „Schmiedefeuer“.

Hubert hatte vor der Übernahme der Gaststätte 1993 als Landmaschinen-Schlosser in Krölpa gearbeitet und dort auch seinen Meister gemacht. Feuerwehrchef war er über 10 Jahre im Ort und natürlich war er im Männerballett des Karnevalsvereins. Hubert, ein Mann, der die Geselligkeit liebte, sein so eigener Humor war ab und zu rau und gewöhnungsbedürftig, doch er kam von Herzen und wenn er ganz grimmig ausschaute, kam meistens was Lustiges. Und eines sei betont. Seine soziale Ader und seine soziale Arbeit. Insofern war er für das Leben in der Stadt ungemein wichtig.

Ein Höhepunkt der Thüringer Literaturtage war der Poetry Slam im Raniser Winkel, ohne Hubert undenkbar. Seit 2008 findet dieser Dichterwettstreit nun statt. Und er ist weit über die Grenzen von Ranis bekannt, einschließlich Huberts Soljanka natürlich. Was die Gäste kaum ermessen können, ist die aufwendige Vorbereitung. All das ist weit mehr als „bloße Volksbespaßung“. Wie auch die Lesungen in der „Schmiede“ Höhepunkte im literarischen Leben waren. Ob Lyriklesungen oder Märchenstunden.

Leb wohl, Hubert, Du hast für unseren Verein, den Lese-Zeichen e.V., viel getan. Marius Koity, dem OTZ-Journalisten erzählte Hubert, er habe „im Laufe der Literaturjahre hunderte Schriftsteller vom blutjungen Slammer bis zu ergrauten Nobelpreiskandidaten verköstigt“. Und so ist es kein Wunder, wenn er in Gedichten und Essays verewigt wurde. Wie schrieb doch der ehemalige Stadtschreiber von Ranis, Andrè Schinkel. In seinem „SONG FOR HUBERT“

Jubilate Dir, Hubert!-
Hüter der Schmiede,
Verwalter der Karten,
Erhalter des Geistes!

Jubilate Dir, Hubert!-
Erlöser der bierlosen Nächte,
Wächter des großen,
Einzigen Hämmerklaviers!

Wenn die Sonne über
Den Burgwall nach Hause geht,
gibt es noch Licht in
Den Fenstern im Eckhaus...“

Martin Straub im Namen des Vorstandes


Freitag, 01.03.2024


Blaubart & Ginster: Ingeborg Bachmann


Ingeborg Bachmann war ein Star der deutschsprachigen Literatur nach 1945. Ihre Gedichte verbinden die Erschütterung über das Unheil des Krieges mit der Hoffnung auf die Befreiung aller Menschen, Sprachskepsis mit Sprachutopie, Avantgarde mit klassischen Formen. Mario und Ralf betrachten Bachmanns Lebensweg und den Kontext der Lyrik nach dem Weltkrieg.

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Dienstag, 09.04.2024


Thomas Bernhard: Das Kalkwerk


Der Privatgelehrte Konrad hat in einem Kalkwerk Zuflucht gefunden, wo er vergeblich versucht, eine Studie über das Gehör zu schreiben. Seine an einen Krankenstuhl gefesselte Frau und er leben in unheilvoller Abhängigkeit miteinander. Das Repertoire aus Stoffen und Stil, für das Thomas Bernhard berühmt wurde, zeigt sich bereits in seinem dritten Roman – darunter der unverwechselbare Rhythmus seiner Sätze. Ralf und Mario sprechen außerdem über die Briefwechsel-Burleske, die Bernhard mit seinem Verleger Siegfried Unseld veranstaltete.

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Dienstag, 20.02.2024


Edgar Allan Poe: Arthur Gordon Pym


Edgar Allan Poes einziger Roman ist ein wildes Seeabenteuer mit den klassischen Elementen des Genres: eine Schiffsreise mit blindem Passagier und Meuterei, tosende Stürme, unentdeckte Inseln. Und Poe wäre kein Meister des Grauens, hätte er nicht einige schaurige Höhepunkte eingestreut.

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Montag, 12.02.2024


Neue Folge Long Story Short: Else Lasker-Schüler


Unsere YouTube-Serie "Long Story Short" stellt Werke der Literaturgeschichte in Animationsvideos vor!

Folge 5: Exzentrisch? Natürlich. Ausschweifend? Vielleicht. Verliebt? Immer. Vieles ist wahr, was über Else Lasker-Schüler erzählt wird. Unser Video berichtet von Werk und Leben der großen Dichterin: ihrer poetischen Phantasie, den unglücklichen Liebesbeziehungen und der Flucht vor den Nazis.

Text: Christine Hansmann | Animation: Lucia Schmidt | Sprecherin: Lysann Schläfke | Musik, Mastering: Leshrac | Ton: Harald DuBellier | Projektleitung: Ralf Schönfelder, Romina Nikolić | Gefördert durch die Thüringer Kulturstiftung




Montag, 11.12.2023


Brigitte Reimann: Ankunft im Alltag


Entwicklungsroman, Zeitdokument, Dreiecksgeschichte: „Ankunft im Alltag“ erzählt von den Schulabgängern Recha, Curt und Nikolaus, die um 1960 ein Jahr im VEB Gaskombinat „Schwarze Pumpe“ arbeiten. Brigitte Reimanns Roman gab der „Ankunftsliteratur“ der DDR ihren Namen. Mario und Ralf besprechen nicht nur die Liebes- und Arbeitsmühen der Figuren, sondern geben auch einen Überblick über die Literatur der DDR in den 50ern und 60ern.

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Montag, 11.12.2023


Paul Auster: Stadt aus Glas


Im ersten Roman von Paul Austers New-York-Trilogie erhält der Krimiautor Daniel Quinn einen seltsamen Anruf: ein Mann, der um sein Leben bangt, glaubt unter dieser Nummer den Privatdetektiv Paul Auster zu erreichen. Damit beginnt eine postmoderne Ermittlung voller Ambiguität, die vom Werk Jorge Luis Borges‘ inspiriert ist, wie Ralf und Mario detektivisch aufdecken.

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Montag, 11.12.2023


Stefan Zweig: Schanchovelle


Stefan Zweigs Figuren teilen seine Lebensneugier, die vor allem Obsessionen gilt. In seiner berühmtesten Novelle treffen gleich zwei Besessene aufeinander: der Schachweltmeister Czentovic, kalt und berechnend wie eine Maschine, und Dr. B., der sich während seiner Inhaftierung durch die Nazis vor dem Wahnsinn rettet, indem er in Gedanken Meisterpartien nachspielt.

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Montag, 11.12.2023


Adelheit Duvanel: Fern von hier


Adelheit Duvanel schrieb über „Menschen, die sich nicht an das Hiersein gewöhnen können“: existentielle Außenseiter und ihre Imaginationen, Rituale, Überlebensstrategien. Der Band „Fern von hier“ bietet ein Leseerlebnis, wie es nicht mehr viele gibt. Ralf und Mario sind mitunter sprachlos angesichts der dunklen Schönheit dieser Prosa.

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Montag, 11.12.2023


Franz Kafka: In der Strafkolonie


Das Ungeziefer. Das Schloss. Das Gericht. Die Erzählung „In der Strafkolonie“ fügt noch den Apparat der Sammlung leerer Metaphern hinzu, die Kafkas Literatur so faszinierend machen. Mario und Ralf suchen keinen universellen Schlüssel, sondern folgen Spuren zu Duchamp, Mirbeau und de Sade, sprechen über das Grauen vor Maschinen und Selbsterkenntnis durch Grenzüberschreitung.

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Montag, 11.12.2023


Rückblick & Vorschau: Thüringer Literaturtage


Bei den 25. Thüringer Literaturtagen waren u.a. Marica Bodrožić, Volker Braun, José Oliver, Nancy Hünger, Anna Thalbach, Christian Brückner sowie Manja Präkels und der Singende Tresen zu Gast.
Die 26. Thüringer Literaturtage finden vom 08.06.2023 bis 11.06.2023 auf Burg Ranis statt. Mit dabei sind u.a. Judith Hermann, Peter Stamm, Devid Striesow, Lenn Kudrjawizki, Lütfiye Güzel, Cally Stronk und Christian Friedrich.

Ein Rückblick & eine Vorschau:



Montag, 11.12.2023


Truman Capote: Die Grasharfe


Im Roman „Die Grasharfe“ verschanzt sich eine Gruppe gesellschaftlicher Außenseiter in einem Baumhaus: in Mitten der Flusswälder außerhalb eines kleinen Ortes in Alabama. Bevor Truman Capote die New Yorker High Society oder wahre Verbrechen als Stoffe entdeckt, erzählt er hier die Utopie einer Überwindung der Einsamkeit.

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Montag, 11.12.2023


Carson McCullers: Die Ballade vom traurigen Café


In einem trostlosen Ort in den Südstaaten der USA führt Miss Amelia ein Café, in dem sie selbstgebrannten Whisky verkauft. Damit will sie ihren vergnügungssüchtigen Vetter Lymon glücklich machen. Lymon sucht unterdessen die Zuneigung von Marvin Macy, dem kriminellen Exmann Miss Amelias. Carson McCullers Novelle erzählt von der Gewalt der Liebe: dem Begehren und Verweigern.

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Montag, 11.12.2023


Peter Handke: In einer dunklen Nacht ging ich aus meinem stillen Haus


Ein Mann oder eine Frau verlassen ihr Zuhause, gehen eine Weile zu Fuß durch die Welt und irgendwann gibt es ein Fest. Seit vierzig Jahren variiert Peter Handke dieselbe Geschichte. Trotzdem lesen Mario und Ralf seine Bücher immer wieder gern. Was es auf sich hat mit Handkes Poesie der Verlangsamung, seiner weltlichen Mystik und Liebe zur Romanik, darum geht es in dieser Folge Blaubart & Ginster.

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Montag, 11.12.2023


Wolf Haas: Der Knochenmann. Neue Folge Blaubart & Ginster


Jetzt ist schon wieder was passiert. In der letzten Folge des Jahres sprechen Mario und Ralf über Wolf Haas und seinen Krimi „Der Knochenmann“, über runtergekommene Detektive, simulierte Mündlichkeit und das Schreiben gegen die Regeln der Schreibratgeber.

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Montag, 11.12.2023


Landschaften. Zum Tode von Wulf Kirsten


Foto: Dirk Skiba

„Zwei Jungen laufen auf der Kleinen Triebisch. Der kurvenreiche Eisweg durch verschneite Wiesen scheint niemals zu enden. Zwei immer kleiner werdende Punkte, die in einem Raum von grenzenloser Tiefe verschwinden. Der Erinnerung kommt es so vor, als habe an jenem Dezembertag im letzten Kriegswinter die Zeit den Atem angehalten für zwei Zehnjährige. Einer von beiden muß ich gewesen sein.“ So der letzte Absatz der Erzählung „Winterfreuden“ aus dem Band „Prinzessinnen im Krautgarten, Eine Dorfkindheit“, der 2000 bei Ammann erschien.

Wulf Kirsten starb am 14. Dezember 2022. 1934 in Klipphausen bei Meißen geboren, führte ihn sein Weg über eine kaufmännische Lehre 1965 nach Leipzig, wo er nach dem Besuch der Arbeiter- und Bauernfakultät an der Universität ein Lehrerstudium für Deutsch und Russisch absolvierte. Nach kurzer Arbeit im Schuldienst wurde er Lektor beim Aufbau-Verlag in Weimar. Seit 1987 ist er als freier Schriftsteller und Herausgeber tätig. Soweit einige äußere Daten, nüchtern notiert.

Aber wie einem großen Dichter gerecht werden, dessen Landschaftsgedichte, Erzählungen und Essays sich weit über den Mitteldeutschen Raum und die deutschsprachige Literatur hinaus in ihrem oft auch trotzigen Eigenwert behaupten?
Die Thüringer Literatur hat Wulf Kirsten unendlich viel zu verdanken. Er hat vielen Talenten mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Zu denken ist an Nancy Hünger, Christian Rosenau, Jan Röhnert, Daniela Danz und viele andere. Als ich 1993 als Projektmanager zu arbeiten begann, habe ich enorm viel von ihm gelernt. Eine erste Begegnung mit ihm hatte ich freilich schon 1970 im Jenaer Studentenkeller. Er las aus „Satzanfang“.

Wenn er sich am Telefon mit „Kirsten“ meldete, gab es zwischen r und s eine ganz kleine Pause, ein Name mit Nachdruck. Das werde ich nun nicht mehr hören können. Das ist bitter genug. Aber ich weiß, dass wir sein vielfältiges Werk noch lange nicht genug zur Kenntnis genommen haben.
Er hat ja immer wieder betont, er sei kein Natur- sondern ein Landschaftslyriker. Schon der frühe Essay „Entwurf einer Landschaft“ in seinem ersten Lyrikband „Satzanfang“ handelt davon, wenn er ein Wort des sorbischen Dichters Kito Lorenc (1938-2017) aufnimmt und die Landschaft als „Raum des Menschlichen“ begreift. Und das führt ins Weite, so eng der Ausschnitt auch anmuten mag, „Die Erde bei Meißen“ oder die Thüringer Landschaft. Ein pars pro toto. Denn es lebt von den Diskontinuitäten und Sprüngen, den Verwerfungen in dieser „Welt der Extreme“. Es ist eine Eigenart, dass Kirsten dabei verlorenes Wortgut ans Licht hebt. Aus solchen Intentionen heraus ist es nur verständlich, dass er „die verheerende Destabilisierung“ seiner Landschaften von Anfang an zum Thema seines Schreibens bis hin zur Gegenwart macht. Ja, aus diesen Gedichten spricht Zorn. Dabei geht es ihm nicht allein um die malträtierte Natur, sondern vor allem auch darum, wie mit der sogenannten „Kollektivierung der Landwirtschaft“ und der damit einhergehenden Großraumwirtschaft eine bäuerliche Kultur und eine landwirtschaftliche Struktur verloren geht. Er unterstreicht das mit grimmigen Wortneubildungen: „schrumpfwald“, „kahlschlaggesellschaften“ „flußlebensläufe [werden] begradigt“. Nach 1989 wird er dann kritisch auf die begradigten Lebensläufe blicken und sich politisch für die Erneuerung der Gesellschaft einsetzen.

In solchen Zusammenhängen ist noch ein Thema hervorzuheben. Weimar und sein “Berg über der Stadt“. Buchenwald, der Lieblingsort Goethes und das KZ. Verwiesen sei auf das „Lesebuch“ „Stimmen aus Buchenwald“, die mit Annette Seemann wieder entdeckte Anthologie „Der gefesselte Wald“ und das Fotobuch mit Harald Wenzel-Orff. Das Gedicht „September am Ettersberg“ macht offenbar, wie weit seine Thematik in dieser Hinsicht gespannt ist. Und ich frage, wird dieses Lesebuch über Buchenwald in den Schulen gelesen? Kirsten wird für uns von immer größerer Wichtigkeit werden in Hinblick auf seinen Umgang mit Zeitgeschichte. In „Textur“ findet man den Essay „Geschriebene Aquarelle. Die Tagebücher des Malers Kurt Querner“. Was er über den Maler äußert, charakterisiert ihn zugleich selbst. „Er war Empörer und Gestalter, Gestalter aus Empörung. Er mußte seinen Weg „von unten auf“ nehmen. Er beschränkte sich strikt auf seine leicht abzusteckende Erlebniswelt, ohne der Gefahr des Provinziellen zu erliegen. Seine Kunst jedoch kommt von weit her.“

Landstieg

auf baumpfaden im nirgendwohin,
graslilien flächendeckend
hangunter in voller blüte,
wie zart, wie filigran
dieser grundton der erde
und woher nur genommen?
grasspringer inmitten,
augenscheinlich nachgerade,
was weiß ich, unterwegs
auf ausgedienten landstieg,
der sich verwirrt hat
und nicht mehr weiß, wohin
sich winden und wenden,
weithin beiläufig tagesglanz
uns freiwillig überlassen
allgegenwärtig ausgewitterte
felsbrocken, ausgewürfelt
von abschüssigem felsengurtband,
laubflecken im schattenwurf,
und du fragst mich entgeistert,
efeugewandet, in welcher welt
leben wir hier unter soviel
ungebärdiger krächzender einsamkeit?
was da so flimmrig schwirrt,
sei das licht der natur, nicht
zu ergründen, nimm diesen landstieg an,
so wie er uns trägt, als sei er
schlichtweg das mundum seiner selbst.


Martin Straub
im Auftrag des Vorstandes des Lese-Zeichen e.V.


Montag, 11.12.2023


Arno Schmidt: Schwarze Spiegel. Eine neue Folge Blaubart & Ginster


Ein Misanthrop in der Postapokalypse: der Protagonist in „Schwarze Spiegel“ ist froh, als letzter Mensch durch die Ruinen Europas zu wandern – jedenfalls will er uns das glauben machen. Arno Schmidts Prosa ist unverwechselbar! Er mischt kurze Erlebnis- und Bewusstseinssplitter mit romantischen Naturbeschreibungen. Ralf & Mario begeben sich außerdem auf eine Landpartie durch Schmidts Leben und Werk.

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Montag, 11.12.2023


Christa Wolf: Kein Ort. Nirgends


In Christa Wolfs Erzählung „Kein Ort. Nirgends“ begegnen sich Heinrich von Kleist und Karoline von Günderrode. Sie fühlen sich als Außenseiter; Günderrode hadert mit ihrer Rolle als Frau, Kleist mit seiner wunden Psyche. Für beide scheint die Welt keinen Platz zu bieten. Mario und Ralf hören ihnen zu.

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Montag, 11.12.2023


Elias Canetti: Die Stimmen von Marrakesch


Elias Canetti erhielt 1981 den Literaturnobelpreis – und dennoch ist er heute fast vergessen. In seinem Buch „Die Stimmen von Marrakesch“ sammelt er einfühlsame Aufzeichnungen über eine faszinierende Stadt: ihre Märkte, ihre Bettler, ihre Kinder. Eine echte Entdeckungsreise also.

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Montag, 11.12.2023


Nick Cave: Der Tod des Bunny Munroe


Nick Cave erzählt die Geschichte eines Verdammten. Nach dem Selbstmord seiner Ehefrau nimmt Bunny Munro seinen neunjährigen Sohn mit auf Geschäftsreise. Sie klappern die Armenviertel ab und verkaufen Kosmetik an sitzengelassene Hausfrauen. Wohin sie auch fahren, die Schatten aus Bunnys Vergangenheit scheinen ihm zu folgen. Doch in Wahrheit folgt Bunny den Schatten – auf seinem Weg in die Unterwelt.

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Montag, 11.12.2023


Neue Folge Blaubart & Ginster: "Das Jahr magischen Denkens"


„Ein einziger Mensch fehlt dir, und die Welt ist leer.“ Joan Didion schreibt von der beängstigenden Stille, die auf den plötzlichen Tod ihres Ehemannes folgt. Und sie stellt befremdet fest, dass ihre Gedanken darum kreisen, wie sie seinen Tod ungeschehen machen, unter welchen Bedingungen er zurückkehren kann. Ihr „Jahr magischen Denkens“ hat begonnen. Mario und Ralf sprechen über ein Buch, das klug, nüchtern und manchmal erschütternd von Verlust erzählt.

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Montag, 11.12.2023


Neue Folge Blaubart & Ginster: "Das Fräulein von Scuderi"


Die erste Kriminalgeschichte der deutschen Literatur handelt von einem Serienmörder in Paris. Darin verwischt E.T.A. Hoffmann die Grenzen zwischen den Monstern der Phantastik und dem Monströsen der menschlichen Psyche: Denn ein böser Stern flüstert dem Mörder die Verbrechen ein. Schon Sigmund Freud war von Hoffmanns Kenntnis des Unbewussten beeindruckt. Mario und Ralf sind es ebenfalls.

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Montag, 11.12.2023


Neue Folge Blaubart & Ginster: "Der alte Mann und das Meer" von Ernest Hemingway


„Ich bin zu weit hinausgefahren“, wiederholt der alte Fischer Santiago immer wieder. Mario und Ralf lassen alle Klischees links liegen, ohne die heute keine Rezeption Hemingways auszukommen glaubt – Säufer, Macho, Abenteurer – und konzentrieren sich ganz auf die Erzählkunst seines letzten großen Werkes „Der alte Mann und das Meer“. Es geht auch um Motive wie Grenzüberschreitung, Natur und Animismus und sogar das Hohelied der Liebe.

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Montag, 11.12.2023


Nachruf auf Verena Zeltner


Wir trauern um Verena Zeltner. Sie verstarb nach einem Krebsleiden am Sonntag, dem 3. April im Alter von 70 Jahren.

Fragt man Freunde und Kollegen nach Verena, so kommen immer wieder die Stichworte: Freundlichkeit und Empathie. Nun werden wir ihr Lächeln, mit dem sie die Stufen zum Veranstaltungssaal der Burg Ranis heraufkam, vermissen. Noch im Februar stand sie mit Heidi Axel im Mittelpunkt einer Ausstellung im Landratsamt Schleiz: „Schreiben aus Leidenschaft. Zweiter Beruf Schriftstellerinnen“. Marius Koity erzählte mir, wie sehr sie sich über diese Würdigung gefreut hat und dass sie voller Pläne war.

Schon früh hatte sie den Traum, ein Buch zu schreiben. Ernsthaft begann sie damit nach ihrem Wirtschaftsingenieurstudium und einer Kehlkopfoperation. Und ganz sicher wurde sie von ihrem Lebensgefährten Jürgen Albert ermutigt, ihre ersten Bücher in dem eigens gegründeten „Thami-Verlag“ herauszugeben. Und so erschienen zwischen 1999 und 2021 über 20 Bücher, dazu noch viele Kurzgeschichten in Zeitungen und Zeitschriften. Ich habe mich immer auf die „obligatorische“ Weihnachtsgeschichte gefreut, die pünktlich in meinem Briefkasten landete.

Überblickt man diese große Zahl ihrer Bücher, so fällt auf, dass sich Verena Zeltner zunehmend den harten Konflikten von Vergangenheit und Gegenwart stellt. So etwa in „Kornblumenkinder“, wo es um die Zwangsumsiedlungen aus grenznahem Raum um 1961 geht, oder wenn sie über Drogenprobleme und Umweltschutz schreibt. Natürlich schimmert da auch immer ein Wesenszug von ihr durch, die Hoffnung, dass sich die Dinge zum Guten wenden können.
So auch in ihrem letzten Buch: „Lass uns Liebe buchstabieren“. Ihr Stil ist „schlicht“ und alltagsnahe im besten Wortsinne. Gegen Ende des Buches heißt es: „Eine Weile sitzen wir so da, ohne ein Wort zu sagen, und beobachten die Sterne. „Keine einzige Sternschnuppe“, sagte ich und seufzte. „Na ja“, sagte Stefanie, „vielleicht können ja manchmal Wünsche auch ohne Sternschnuppen in Erfüllung gehen.“

Martin Straub im Namen des Vorstands des Lese-Zeichen e.V.


Montag, 11.12.2023


Neue Folge "Blaubart & Ginster": Dostojewskis "Der Spieler"


Aleksej ist ein Glücksspieler, den Geld nicht interessiert. Er arbeitet für einen hochverschuldeten General, der nur eine Hoffnung kennt: das Vermögen seiner Großtante zu erben. Doch die Tante ist quicklebendig und entdeckt den Nervenkitzel des Roulettes. Rien ne va plus – nichts geht mehr.

Dem Sog der Romane Dostojewskis kann man sich nicht entziehen. Wie kein anderer Autor lässt er die Leser/innen teilhaben an Leidenschaften, die bis zu vorsätzlicher Selbstzerstörung reichen.
Ralf und Mario sprechen auch über Dostojewskis Scheinhinrichtung sowie die irrwitzige Geschichte der Entstehung des Romans. Und darüber, wer Dostojewski heute für sich beanspruchen will.

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Montag, 11.12.2023


Thomas Brasch: Vor den Vätern sterben die Söhne


Junge Rebellen, freie Liebe und Arbeitercharme à la Manfred Krug. Mit "Vor den Vätern sterben die Söhne" legte Thomas Brasch den Grundstein für seinen Erfolg als Autor und Filmemacher. Mario und Ralf sprechen über den Generationenkonflikt im Zentrum des Buches. Und darüber, wie aus der Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit in der DDR starke Literatur entstand.

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Montag, 11.12.2023


Ganna Gnedkova ist die neue Stipendiatin des „Raniser Debüts“


Foto: Georgii Kravchenko

Das Thüringer Büro für Literatur und Kunst „Lese-Zeichen“ hat zum achten Mal das Literaturstipendium „Raniser Debüt“ vergeben. Aus rund 100 Einsendungen wählte die Jury die Autorin Ganna Gnedkova aus.

Das „Raniser Debüt“ unterstützt Autorinnen und Autoren dabei, die literarische Bühne mit einer eigenen Veröffentlichung zu betreten. Die Stipendiatin Ganna Gnedkova wird ein Jahr lang mit dem Lektor und Verleger Helge Pfannenschmidt an ihrem Manuskript arbeiten, das anschließend publiziert wird.

Während der Stipendienzeit wird Ganna Gnedkova ihren ersten Erzählband entwickeln, der den Arbeitstitel „Das Kind und der Tod“ trägt. Der Band handelt von den ersten Begegnungen mit dem Tod, die das Kind zumeist nicht mit Menschen, sondern mit Tieren macht. Man witzelt oft, Hamster seien dafür da, Kinder mit dem Tod zu konfrontieren. In den Erzählungen von Ganna Gnedkova gibt es keine Hamster. Es gibt aber andere Tiere, mit denen sich die Figuren auseinandersetzten.

Geboren wurde Ganna Gnedkova 1992 in Kyjiw in der Ukraine. Sie wuchs zweisprachig auf. An der Kyjiw-Mohyla Akademie und der Universität Wien studierte sie Komparatistik. Sie ist Wissenschaftlerin, Buchkritikerin, Journalistin, Schullehrerin. Seit 2016 übersetzt sie Belletristik und Sachbücher vom Englischen und Deutschen ins Ukrainische und umgekehrt.

Im Jahr 2020 hat ihr erster eigener Text den Exil-Literaturpreis für Lyrik gewonnen. Außerdem war sie unter den GewinnerInnen des Godesberger Literaturpreises und des goldenen Pod Preises für Kurzprosa. Ganna Gnedkova lebt in Wien und ist mit dem österreichischen Schriftsteller Peter Marius Huemer verheiratet.


Montag, 11.12.2023


Zweite Folge Long Story Short: "Das Buch der Unruhe" von Fernando Pessoa


Unsere neue YouTube-Serie "Long Story Short" stellt Werke der Literaturgeschichte in Animationsvideos vor!

Folge 2: "Das Buch der Unruhe". Pessoa schrieb alle Leben gleichzeitig. Als (vermeintlich) Anderer. Als Álvaro de Campos, Ricardo Reis, Alberto Caeiro, Bernardo Soares ... ein Labyrinth aus Namen, die wahrscheinlich noch nicht alle publiziert sind. Der Film von José Oliver und Johanna Springer folgt Pessoa entlang der Identitäten, der Lebensjahre und durch das legendäre „Buch der Unruhe“.



Montag, 11.12.2023


Das Raniser Debüt ist erschienen: "hand, legungen" von Manon Hopf


„Ich stelle etwas / hier / her“. So selbstbewusst beginnt das beeindruckende Debüt von Manon Hopf.
Was hier her- oder hingestellt wird, sind Gedichte, die sich als bewusste Setzungen zu erkennen geben. Sie umkreisen nicht nur spielerisch die Urfragen aller Poesie, sondern lassen uns teilhaben am Akt des Schreibens, an ihrer Entstehung. Alles Handarbeit, so heißt es keck. Diese Poesie, die sich auf der Hände Werk beruft, oszilliert zwischen Sinn und Sinnlichkeit. Was aber passiert, wenn die Hände einmal nicht schreiben? Dann brüten sie vielleicht Gewitter aus, machen Handschaften oder beten heimlich in der Nacht. Auch das ist diesen Gedichten eigen, dass sie bei aller poetischen Binnenreflexion ihren leichten, gewitzten Ton niemals verlieren.

Der Band enthält 62 Gedichte in Schwarzschrift, 14 davon zusätzlich in Braille.

Bestellt werden kann das Buch für € 10,- über ranis@lesezeichen-ev.de, im Buchhandel und bei amazon.


Montag, 11.12.2023


Serienstart "Long Story Short"! Mit H.P. Lovecraft & "Die Farbe aus dem All"


Unsere neue YouTube-Serie "Long Story Short" stellt Werke der Literaturgeschichte in Animationsvideos vor!

Folge 1: "Die Farbe aus dem All". H.P. Lovecraft betrachtete sich selbst als gescheiterten Autor. Er zweifelte daran, dass es ihm gelungen sei, in seinen Geschichten jenes Schwindelgefühl zu vermitteln, das er „kosmisches Grauen“ nannte und dessen Erfahrung seine Sicht auf die Welt und das Leben bestimmte. „Die Farbe aus dem All“ jedoch zählte Lovecraft zu seinen akzeptablen Prosaversuchen. Vielleicht weil er darin ein altes Problem der Horrorliteratur elegant gelöst hatte.

Ein Film von Ramon Springer nach einem Text von Ralf Schönfelder.



Montag, 11.12.2023


Neue Folge "Blaubart & Ginster" zum 80. Geburtstag von Wolfgang Hilbig


„Schattenwerfend: in die Stollen unter Tage Wasserschatten werfend, alte Abwerferei. In den Schächten unter Erden, in Kanälen, Gängen, Katakomben: Wasser voller Sternenlicht.“

Wolfgang Hilbigs Erzählung „Alte Abdeckerei“ ist ein Kunstwerk magischer Sprache. Ihr Protagonist durchstreift eine Landschaft der Schatten. Schatten des Krieges und der im Krieg Verschwundenen. Der Entwurzelung und Identitätssuche. Sein Weg führt ihn zu einer Fabrikruine und an den Rand des Malstroms, in dem Leben und Tod unaufhörlich ineinanderfließen.

Ralf und Mario staunen über diese grandiose Prosa und versuchen ein Gespräch.



Montag, 11.12.2023


24. Thüringer Literaturtage: der Trailer ist online!


Für die Literaturtage entsteht in diesem Jahr eine neue Sammlung von Videos mit Gesprächen, Performances und Lesungen, an denen unter anderem Daniela Danz, Verena Keßler, Antje Horn, Thomas Kunst, Jaroslav Rudiš und Christian Rätsch mitwirken. Außerdem einerAnimationsserie für Kinder mit dem Titel "Kiko und das Phantastier", eine Podcast-Folge von “Blaubart & Ginster”, einer interaktiven Instagram-Aktion und einer Live-Performance via Zoom mit Alexandra Kamp und Ronald Spiess.

Los geht es am 12.07.2021 auf www.thueringer-literaturtage.de.
Hier ein Vorgeschmack:



Montag, 11.12.2023


Nachruf auf Matthias Biskupek


Am 11. April 2021 starb Matthias Biskupek nach langer schwerer, tapfer ertragener Krankheit zu Hause im Kreis seiner Familie. „Tapfer ertragen“ sagt viel aber nicht alles. Er hat gegen den Tod angeschrieben. Sein letzter Eintrag in seinem Online-Tagebuch ist am 3. und 4. März datiert.

Nicht nur die Thüringer Literatur hat Matthias Biskupek viel zu verdanken. Bestechend seine Vielfalt, die sich in einer erstaunlichen Publikationsliste niederschlägt. Er war ein vielschichtiger Erzähler mit einer sensiblen und treffsicheren kurzen Prosa. Er schrieb Romane und veröffentlichte mit Jens Henkel zusammen Künstlerbücher in der burgart-presse. Nicht zu vergessen seine Features und Kabaretttexte und besonders seine Literatur- und Filmkritiken. 30 Jahre war er für den „Eulenspiegel“ tätig. Ich habe ihn immer um diese Knappheit und Treffsicherheit seiner Texte beneidet. Es gibt einen Band, den ich besonders gern habe: „Die geborene Heimat. Spöttische Lobreden“. Es ist der achte in der von Wulf Kirsten herausgegeben „Thüringen-Bibliothek“, 1999 im Hain Verlag erschienen. Man lese „Der verwunschene Berg“ und „General-Jahreszeit. Thüringen ist ein Land für den Winter“. Kirsten nennt es in seinem Nachwort ein „Kabinettstück“. „Auf wenigen Seiten wird hier ein Gleichnis gegeben für erzwungene eingeschränkte Lebensführung. Mit dieser einen Situation wird der ganze Widersinn eingefangen, der uns auflag und in dem wir eingestrickt waren, eingemauert, aus der Welt herausgemauert, um auf das Gedicht „Mauern“ von Konstantin Paustwski anzuspielen.“

Matthias Biskupek schreibt nicht nur hier Erzählungen von einer erstaunlichen atmosphärischen Dichte. Diese Vielseitigkeit und Frische hat ganz sicher auch mit einer Lebenshaltung zu tun. Der in Chemnitz geborene und in Mittweida aufgewachsene Sachse und studierte Diplomingenieur fühlte sich schon als Student zum Schreiben hingezogen und absolvierte die viel besprochenen Poetenseminare in Schwerin. Was ihn wohl bei all seinen Unternehmungen auszeichnete, war eine Neugier auf das Leben mit seinen Ecken, Kanten und Konflikten, ihnen stellte er sich. Matthias war viel unterwegs. Es muss für ihn mit Beginn der Krankheit besonders schlimm gewesen sein, sein Lebensfeld mit mancher lieb gewordenen Gewohnheit immer mehr einschränken zu müssen. Die Aufgabe der Berliner Wohnung hat ihn besonders hart getroffen.

Nein, er hat nicht gejammert. Er war kein Mann von Traurigkeit. Das prägte den Geist seiner Bücher. Und mancher hat ihn nach der Wende missverstanden. Oder wollte ihn missverstehen. Er hat nicht den Staat DDR verteidigt. Wohl aber sein Leben in der DDR. Und das war ein reiches, sicher auch widersprüchliches. Auch die letzten Bücher sprechen davon. Ihnen ist nicht anzumerken, unter welchen krankheitsbedingen Erschwernissen sie entstanden. Jenes über Renate Holland Moritz „Du mit Deiner frechen Schnauze“, zusammen mit Reinhold Andert und „Das literarische Rudolstadt“. Eine bemerkenswerte Literaturgeschichte, gleichsam von unten geschrieben, frei von akademischer Trockenheit, höchst lebendig, ein vergnügliches Leseerlebnis. „Wie’s Läbm so spielt!“ Überhaupt: Matthias und das Mittweeder Sächssch.

Und natürlich sei noch an eines gedacht: An das Thüringer Literaturquintett mit Matthias Biskupek, Hans-Jürgen Döring, Frank Quilitzsch, Landolf Scherzer und mir. Es waren wunderschöne Jahre mit den Lesungen für einen guten Zweck. Die letzten Auftritte im vergangenen Juli in Schmalkalden und zur Feier anlässlich des 70. Geburtstages von Matthias am 24. Oktober in Rudolstadt. All das hätte er nicht ohne die liebevolle Fürsorge seiner Frau Sigrid geschafft. Sie hat ihn aufopferungsvoll in den letzten Wochen, Tagen und Stunden gepflegt. Ich habe bewundert, wie Matthias trotz allem Unbill mit großem Lebensmut dieses Los auf sich genommen hat. Er wird uns fehlen, es schnürt einem die Kehle zusammen. Was machen wir mit dem Q? Jetzt, wo wir nur noch zu Dritt sind. Wir bleiben beim Q. Ganz im Sinne von Matthias Biskupek und Hans-Jürgen Döring. Es gibt noch genug zu tun.

Martin Straub im Namen des Vorstands des Lese-Zeichen e.V.


Montag, 11.12.2023


Soeben erschienen: "Zwischenhalt Erde" von Martin Knuth


Hat jemand gesagt, es gäbe in unserem Alltag keine Geheimnisse mehr? Dann sei ihm Martin Knuths Debüt »Zwischenhalt Erde« ans Herz gelegt. Denn die Magie dieser neun Erzählungen speist sich aus dem, was nicht erzählt wird. Im Tanz um eine leere Mitte kippen sie umstandslos von Vergnügen in Verstörung – und ziehen uns so den sicher geglaubten Boden unter den Füßen weg. Fährt der verlorengegangene Waldspaziergänger aus »Südlich der Katalaunischen Felder« auf der Rampe eines Pick-ups seiner Rettung oder seinem Ende entgegen? Welche Rituale werden im Hinterzimmer eines ganz normalen Supermarktes mit frischen Kaninchen zelebriert? Und was für ein Spiel treibt »Herr Rendler« mit Fernglas, Notizbuch und einem »Zu verschenken«-Karton?

»Zwischenhalt Erde« ist ein Leuchtfeuer an originellen Ideen und hat alles, was ein gutes Debüt ausmacht: starke Charaktere, Temperament, Fabulierlust. Und etwas, das man in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur fast mit der Lupe suchen muss: unangestrengten Witz.

Bestellt werden kann das Buch für € 10,- über ranis@lesezeichen-ev.de, im Buchhandel und bei amazon.


Montag, 11.12.2023


Virginia Woolf: Mrs. Dalloway. Literaturpodcast Blaubart & Ginster


Die wohlhabende Clarissa Dalloway bereitet eine Party vor. Der Soldat Septimus Smith verfällt dem Wahnsinn. Ihnen gehören zwei der Stimmen aus dem Chor der Gedanken, auf die Virginia Woolf in ihrem berühmten Roman unsere Aufmerksamkeit lenkt. Mario Osterland und Ralf Schönfelder haben fasziniert zugehört.



Montag, 11.12.2023


Thüringer Literaturtage - digital!


Foto: Ralf Schönfelder

Sie finden die 23. Thüringer Literaturtage unter: www.thueringer-literaturtage.de

Seit Jahren findet der Höhepunkt der Thüringer Literaturtage während des zweiten Juniwochenendes auf Burg Ranis statt. Doch die unsichere Situation öffentlicher Veranstaltungen während der Corona-Pandemie hat uns zu einer Planänderung bewogen. Die vom 11.06. bis 14.06. angesetzten Veranstaltungen werden abgesagt. An ihre Stelle tritt jedoch ein multimediales Festival für das Publikum im Internet, bei dem zahlreiche der angekündigten Künstlerinnen und Künstler mitwirken werden.

Entstehen wird eine Sammlung von Videos, Texten, Animationen und Audiomaterial, die während einer Festivalwoche vom 13.07. bis 19.07. auf www.thueringer-literaturtage.de veröffentlicht werden. Die Dreharbeiten für die Videos finden in den kommenden Wochen auf Burg Ranis statt. Unter anderem werden Lutz Seiler, Katrin Schumacher, Hartmut Rosa, Clemens Meyer, Antje Horn und Mehrdad Zaeri beteiligt sein.

Unter dem Titel „Vorübergehend: unverfügbar“ wird sich das Festival mit den Erfahrungen der letzten Monate auseinandersetzen. Funktioniert unser Alltag nur, wenn die Welt uns zu Diensten steht? Kann aus Kontrollverlust und Unverfügbarkeit, neben aller Beschwernis, auch eine Besinnung auf das Wesentliche wachsen?



Montag, 11.12.2023


Die TLZ meldet: "Geldsegen für Literaturprojekte im ländlichen Raum"


Foto: Ulrike Merkel

Der Bund fördert den Lesezeichen-Verein in Jena und Ranis mit 80.000 Euro. Mit dem Geld werden drei Projekte finanziert.

Von Ulrike Merkel

Geldsegen für den Lese-Zeichen e.V.: Der Verein mit Sitz in Jena und Ranis erhält vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft 80.000 Euro für Literaturprojekte im ländlichen Raum. Mit dem Geld werden in den kommenden drei Jahren unter der Überschrift „Land sehen“ drei Teilprojekte finanziert sowie die Stelle einer Projektassistentin.

Die erste Offerte ist bereits im Herbst gestartet. Sie richtet sich an Schulen. Der renommierte Kinderbuchautor Rolf Barth bietet mit Schauspieler Sven Pawlitschko und einem Illustrator einen fachübergreifenden Kurs zum Thema „Ein Kinderbuch entsteht“ innerhalb des Unterrichts an. Das Trio entwickelt zusammen mit Schülern eine Geschichte bis zum Druck. Als erste von insgesamt drei Thüringer Schulen fand die Werkstatt in der Grundschule in Stiebritz nahe Jena statt.

Das zweite Projekt beginnt diesen Donnerstag. Durch die monatliche Veranstaltungsreihe „Burg Im Puls“ auf der Literaturburg Ranis sollen künstlerische Impulse in den ländlichen Raum getragen werden und umgekehrt: Impulse aus der Provinz in die Kunstszene, wie der Geschäftsführer des Lese-Zeichen e.V., Ralf Schönfelder, erläutert. In Zeiten der gesellschaftlichen Polarisierung solle so die Diskussionskultur gefördert werden. Neben Lesungen sind auch Konzerte, Live-Hörspiele, Erzählabende und Poetry Slams geplant.

Den Anfang macht Liedermacher und Schriftsteller Stephan Krawczyk, der zu DDR-Zeiten genötigt wurde, seine Heimat zu verlassen. In Ranis singt, liest und erzählt er über die Freude an einem freien und sinnlichen Leben.

Am 13. Februar folgt ein Abend über die jüdische Dichterin Mascha Kaléko. Paula Quast trägt Gedichte Kalékos vor, begleitet wird sie vom Cellisten Krischa Weber.

Am 6. März folgt ein neues Format, wie Projektassistentin Romina Nikolic ankündigt: ein Märchen-Poetry-Slam. Die Veranstaltungen beginnen jeweils 19.30 Uhr.

Darüber hinaus plant der Lese-Zeichen-Verein in den nächsten drei Jahren literarisch-künstlerische Sommer-Werkstätten für Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren.

Vom 19. bis 23. August findet die erste Ausgabe dieser besonderen Talentförderung auf Burg Ranis statt. Die Teilnehmer können zwischen Kursangeboten zu Literatur, Fotografie und Stop-Motion-Animation wählen. Übernachtet wird im Kinder-, Jugend- und Tou­ris­tik­zen­trum in Lud­wigs­hof in Ranis.

Bewerbungen von Schulen (für das Kinderbuch-Projekt) und Jugendlichen (für die Sommerwerkstatt) sind unter ranis@lesezeichen-ev.de möglich.


Montag, 11.12.2023


In der Zwischenzeit: Poesie - mit Kinga Tóth


Nun hört schon auf die fallenden Blätter zu zählen! Schmückt euren Tag lieber mit ein bisschen Poesie! In unserem neuen Video liest Kinga Toth aus den verzerrten und verkehrten Kinderreimen ihres Gedichtbands "Party".



Montag, 11.12.2023


Fear & Loathing in Las Vegas: im Literaturpodcast Blaubart & Ginster


Wart ihr schon am Rand der Wüste, wo die Drogen zu wirken beginnen? Noch nicht? Dann wirds aber Zeit, nicht wahr? Wir sprechen über Hunter S. Thompsons Kultroman "Fear and Loathing in Las Vegas". Es geht um Rausch und Politik, den American Dream und Gonzo Journalismus.
... Wir sind nicht wie die anderen. Wir sind eure Freunde! Schalte ein!



Montag, 11.12.2023


In der Zwischenzeit: Poesie - André Schinkels Rückkehr nach Ranis


André Schinkel liest ein Ranisgedicht, nachdem er eine Raniser Dame vom Burgplatz verwiesen und ins legendäre Gasthaus "Zur Schmiede" geschickt hat. Am 08.06. ist André endlich wieder auf Burg Ranis zu erleben: Bei "Lyrik im Tanz"!

Das komplette Programm finden Sie in unserem Kalender.



Montag, 11.12.2023


Jorge Luis Borges: "Fiktionen" im Literaturpodcast Blaubart & Ginster


Kurz vor der Buchmesse widmen Ralf Schönfelder und Mario Osterland ihre Sendung dem Hüter der Bücher, dem blinden Bibliothekar der Weltliteratur, Jorge Luis Borges. Erfahrt mehr über Borges Leben und seinen bahnbrechenden Erzählband "Fiktionen". Es geht um Metatexte und Textlabyrinthe, um Politik und Perón, Realität und (Magischen) Realismus, Umberto Eco und Clemens Setz.



Montag, 11.12.2023


Andreas Berner - der Vorsitzende des Lese-Zeichen e.V. - wurde mit dem Ehrenbrief des Freistaats Thüringen ausgezeichnet



In der Begründung hieß es:
"Als Lehrer am Bad Lobensteiner Gymnasium, als Maler, Zeichner, Grafiker und Fotograf und Produzent von Künstlerbüchern bringt er seine Erfahrungen in die Vereinsarbeit ein. Sie fließen in das breitgefächerte Jahresprogramm des Vereins mit ca. 240 Veranstaltungen ein. Dabei wird die Kunst- und Kulturarbeit zum Bindeglied im ländlichen Raum, speziell im Saale-Orla-Kreis. Burg Ranis, auf der inzwischen die 22. Literaturtage vorbereitet werden, wurde eine wichtige Instanz für den Landkreis. Seine Arbeit unterstreicht immer wieder die Bedeutsamkeit eines lebendigen literarischen und künstlerischen Lebens für die Förderung und Entwicklung einer demokratischen Kultur im Geiste von Toleranz und Friedensfähigkeit. Andreas Berner widmet sich vor allem dem Ausbau der Sommerwerkstatt “Art & Wiese“, die seit über 15 Jahren stattfindet. Ein Höhepunkt der Werkstatt-Arbeit war das EU-Projekt mit jungen Menschen aus Rumänien, Finnland, Österreich, Tschechien und Russland zum Thema „Heimat im Europa der Regionen“, das von der EU-Kommission höchste Anerkennung fand. Andreas Berner leistet nicht nur konzeptionelle Arbeit, er gestaltet die Werbung und Programmhefte, die Reihe „Raniser Debut“ und „Wortwelten Bildwelten“. In diesem Jahr wird es in Jena eine Werkschau zu Paul Celan geben. Andreas Berner ist ein wichtiger Freund und Partner für seine Vereinsmitglieder und auch in schwierigen Situationen ein vertrauensvoller Ansprechpartner. "


Montag, 11.12.2023


Neu auf youtube: Ulrich Zieger auf Burg Ranis


Ulrich Zieger las am 13.04.2015 auf Burg Ranis aus seinem Roman "Durchzug eines Regenbandes". Es war einer der letzten öffentlichen Auftritte des großen Dichters. Ulrich Zieger starb am 23.07.2015 im Alter von nur 53 Jahren.

In dem neuen Video auf unserem youtube-Kanal kann man noch einmal Zieger erleben:



Montag, 11.12.2023


"Ins Innere: Annäherungen an Franz Fühmann". Herausgegeben von Peter Braun und Martin Straub


Nach dem Band "Hilbigs Bilder" haben Peter Braun und Martin Straub im Wallstein Verlag einen neuen Sammelband heraus gegeben, der sich dem Schriftsteller Franz Fühmann widmet.

Franz Fühmann (1922 – 1984) – ein produktives Schriftstellerleben, in dem sich das 20. Jahrhundert bricht, und ein verzweigtes, vielgestaltiges Werk, das sich von keiner Doktrin bändigen ließ.

Aus ganz unterschiedlichen Richtungen nähern sich die Autorinnen und Autoren dieses Buches Franz Fühmann an. Sie berichten von ihren persönlichen Erfahrungen mit ihm und von dem Einfluss, den er auf sie ausgeübt hat, verfolgen seine intellektuelle Biographie, öffnen sein Archiv, lesen seine Bücher, reflektieren über seine Poetik oder fragen nach den Figuren des Zufalls.

Die Beiträge stammen von Helmut Böttiger, Matthias Braun, Peter Braun, Joachim Hamster Damm, Daniela Danz, Barbara Heinze, Anja Kampmann, Frauke Meyer-Gosau, Dietmar Riemann, Martin Straub.

Das Buch kann ab sofort für € 19,90 bei uns bestellt werden.

E-Mail: info(at)lesezeichen-ev.de


Montag, 11.12.2023