Lese-Zeichen e.V.



Nächste Veranstaltungen

Freitag | 20.03.2026 19:30
Samstag | 21.03.2026 20:00
Donnerstag | 23.04.2026 19:30
Burg im Puls

Neuigkeiten


Workshop mit Kathrin Bach: Fragment als Fundament ─ Ein Workshop zum "kleinen Schreiben"


Copyright: Julia Vogel
Im Rahmen der 29. Thüringer Literaturtage auf Burg Ranis bietet die Autorin Kathrin Bach einen Schreibworkshop an.

In diesem Workshop widmen wir uns dem fragmentarischen Schreiben, also einem Schreiben, das vieles weglässt und genau dadurch viel erzählt. Wir erkunden bereits existierende Formen des fragmentarischen Schreibens und finden vielleicht ganz neue. Wir nutzen an dem Tag all das, was bereits da ist, um in eine eigene Notier- und Schreibpraxis zu kommen: unsere Wahrnehmung, unsere Erinnerungen, unsere Körper. Wir schauen, wie wir gesammelte Fragmente vielleicht zum Fundament für einen größeren Text werden lassen können und agieren bei all dem als sich unterstützende Gruppe, als möglichst kooperiendes Kollektiv für einen Tag. 

Für den Workshop stehen sechs Plätze zur Verfügung. Über die Vergabe der Plätze entscheidet eine fachkundige Jury.

Wer sich bewerben möchte, kann bis 15. April 20256 Arbeitsproben (maximal 3 Seiten), sowie einen kurzen bio- und bibliographischen Abriss (bitte maximal 1 Seite) per E-Mail an das Thüringer Büro für Literatur und Kunst »Lese-Zeichen« e.V. schicken: info@lesezeichen-ev.de (Ansprechpartner: Ralf Schönfelder).

Der Workshop findet auf Burg Ranis statt am Freitag, den 12. Juni 2026 von 10:00 bis 16:00 Uhr.

Die Teilnahme ist kostenfrei.
Die Kosten für Anreise und Übernachtung müssen bitte selbst getragen werden. Bei der Suche nach einer Unterkunft sind wir gern behilflich.

Zur Autorin und Workshopleiterin: 
Kathrin Bach, 1988 in Wiesbaden geboren, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim und ist ausgebildete Buchhändlerin. 2017 erschien ihr Lyrikdebüt »Schwämme«, 2024 ihr zweiter Lyrikband »Gips« (beide parasitenpresse). Für die Arbeit an ihrem Romanprojekt »Lebensversicherung« erhielt sie u.a. 2022 das Residenzstipendium für Literatur im Künstlerhaus Lauenburg. Sie lebt als freie Autorin und Lektorin in Berlin, wo sie auch regelmäßig Collagen klebt und Schreibworkshops hält.


Donnerstag, 12.03.2026


Neue Folge Blaubart & Ginster: "Schneeland" von Yasunari Kawabata


Für den Müßiggänger Shimamura ist Liebe eine vergebliche Mühe. Für die Geisha Komako ist Liebe ein Wagnis, das sie eingeht. Die Beiden begegnen einander in einem verschneiten Kurort, kommen sich näher und bleiben sich fern. "Schneeland" ist eine Erzählung von rätselhafter Schönheit, die sich einer konventionellen Lesart entzieht. Und auch das Leben ihres Autors Yasunari Kawabata, des ersten japanischen Nobelpreisträgers für Literatur, klingt wie der Stoff für eine tragisch-unheimliche Geschichte.

 


Donnerstag, 12.02.2026


Jorge Luis Borges: Das Aleph | Long Story Short


Unsere YouTube-Serie "Long Story Short" stellt Werke der Literaturgeschichte in Animationsvideos vor!

Folge 7: Jorge Luis Borges, der blinde Bibliothekar der Weltliteratur, war immer wieder unglücklich verliebt. Seine bekannteste Erzählung verbindet die Melancholie einer verlorenen Liebe mit einer mystischen Erfahrung. In einem Keller in Buenos Aires findet sein Alter Ego das Aleph: einen Punkt im Raum, der alle Orte der Welt enthält. Im Anblick des Alephs erlebt er nicht nur das Unendliche, er muss sich auch der Natur von Erinnerung und Vergänglichkeit stellen.

Text: Ralf Schönfelder | Film, Kamera, Animation, Editing, Puppets: Tina-Maria Feyrer | Darsteller*innen: Daniela Zacherl, Christian David | Prop Maker: Philipp Blihall | Sprecherin: Lysann Schläfke | Musik, Mastering: Leshrac | Ton: Harald DuBellier | Projektleitung: Ralf Schönfelder, Romina Nikolić | Gefördert durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

 


Freitag, 05.12.2025


Nachruf auf Jens Henkel


Copyright: Peter Lahann

 

Am 7. August 2025 starb Jens Henkel nach langer, schwerer und tapfer ertragener Krankheit. Was für ein Verlust. Das Ungewöhnliche seines Wirkens liegt in der Vielschichtigkeit seiner Profession und Ämter, die sich einander ergänzten. Der studierte Museologe und Historiker war von 1976 bis 2018 am Thüringer Landesmuseum Heidecksburg in Rudolstadt tätig. Weit über seine Heimatstadt hinaus ist er als Verleger der Burgart-Presse bekannt, in der er bibliophile originalgraphische Text- und Bildbände herausgab. Ihre Gestaltung lebt von Witz und Originalität – und nicht zuletzt von Jens Henkels einfühlsamem Kunstverständnis. Davon zeugen die Bücher mit Matthias Biskupek, Kay Voigtmann und Andreas Berner.

 

Der Lese- Zeichen e.V. darf sich glücklich schätzen, dass Jens Henkel gemeinsam mit dem Verein in der Burgart-Presse den Band „Steinstimmen“ herausgab. Autoren, bildende Künstler und Komponisten stellten dafür Beiträge zur Verfügung, die sich mit der Heidecksburg, Burg Ranis und der Schwarzburg auseinandersetzten.  

Jens Henkels Anliegen war immer, Thüringer Künstlerinnen und Künstler zu fördern. Doch sein Programm war nie provinziell, sondern von einer tiefen Welthaltigkeit durchdrungen, was sich beispielsweise in den Rudolstädter Schriften zeigt. Auch scheute sich Jens Henkel nicht, unterschiedliche literarische Epochen und Richtungen in sein Schaffen aufzunehmen. 

Neben seiner Arbeit als Verleger war Jens Henkel als Politiker für Rudolstadt tätig. Dabei ist zu betonen, dass Politik, Kunst und Verwaltung für ihn in einem umfassenden Kulturbegriff aufgehoben waren. Dies gilt ebenso für seine mannigfache Ausstellungstätigkeit, so im Schillerhaus in Rudolstadt, im Zeughaus auf der Schwarzburg und natürlich auf der Heidecksburg. Seine weltgewandte Haltung wirkte sich auch auf die Programmgestaltung des Rudolstädter Theaters aus.

Wir werden Zeit brauchen, um aus Jens Henkels Wirken immer wieder Kraft zu schöpfen, auch um zu neuen Ufern zu gehen.

 

Im Auftrag des Vorstandes

Martin Straub


Mittwoch, 16.04.2025


Neue Folge Blaubart & Ginster: Virginia Woolf




Ein Spaziergang am Strand ist das Actionreichste, was die äußere Handlung von Virginia Woolfs „Zum Leuchtturm“ zu bieten hat. Ein langweiliger Roman also? Keineswegs! Er erzählt von den Gedanken und Gefühlen der Familie Ramsey, die – gemeinsam mit einigen Freunden – Urlaub in ihrem Haus am Meer macht. Dabei ist die Darstellung der Bewusstseinsprozesse so geschickt, sind die Figuren selbst so interessante Persönlichkeiten, dass der Text einen nicht mehr loslässt. Vorausgesetzt der Einstieg gelingt …



Mittwoch, 09.04.2025


Neue Folge Blaubart & Ginster: Werner Herzog




Im Winter 1974 geht Werner Herzog zu Fuß von München nach Paris – einer spontanen Eingebung folgend – weil er den Tod der krebskranken Filmhistorikerin Lotte Eisner verhindern will. Seine Reiseaufzeichnungen veröffentlicht er unter dem Titel „Vom Gehen im Eis“. Ralf und Mario finden viele Motive aus den Filmen des großen Regisseurs in diesem Buch wieder. Darunter die Suche nach ekstatischer Wahrheit in Momenten der Grenzüberschreitung. Und das Gespür für unterschlagene Geschichten und Charaktere.



Dienstag, 11.02.2025


Neue Folge Blaubart & Ginster: Heiner Müller




Heiner Müller fand das Material für sein Werk in den Trümmern der deutschen Geschichte: staatliche und individuelle Gewalt, gescheiterte Utopien, die Auflösung von Identität. Seine Theaterstücke schließen zunächst an Brecht an und werden später immer radikaler. Fragmente. Wilde Szenenfolgen. Offene Kunstwerke voller Widersprüche. „Krieg ohne Schlacht“ ist Heiner Müllers Autobiographie und erzählt vom „Leben in zwei Diktaturen“ – ein echter Pageturner!



Mittwoch, 20.11.2024


Robert Louis Stevenson: Die Schatzinsel




„Die Schatzinsel“ ist der beliebteste Abenteuerroman der Weltliteratur. Schon wenige Jahre nach seinem Erscheinen galt er Zeitgenossen als Klassiker. Ralf und Mario schnappen sich eine Buddel voll Rum und klettern auf des toten Mannes Kiste, um über Robert Louis Stevenson, Long John Silver und die zahlreichen Schatzinsel-Adaptionen zu sprechen.



Mittwoch, 31.07.2024


Friedrich Dürrenmatt: Das Versprechen




Friedrich Dürrenmatts Kriminalromane drehen sich um die Fragen: Ist Gerechtigkeit möglich? Triumphiert das Böse in einer Welt ohne Gott? Und wie viel Wirklichkeit hängt vom Zufall ab? Ralf und Mario rekonstruieren, wie der berühmte Schweitzer Autor ein Unterhaltungsgenre nutzte, um ein Weltmodell einzureißen.



Montag, 03.06.2024


Blaubart & Ginster: Ingeborg Bachmann


Ingeborg Bachmann war ein Star der deutschsprachigen Literatur nach 1945. Ihre Gedichte verbinden die Erschütterung über das Unheil des Krieges mit der Hoffnung auf die Befreiung aller Menschen, Sprachskepsis mit Sprachutopie, Avantgarde mit klassischen Formen. Mario und Ralf betrachten Bachmanns Lebensweg und den Kontext der Lyrik nach dem Weltkrieg.

Die neue Folge unseres Podcasts "Blaubart & Ginster" hört ihr:
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Dienstag, 09.04.2024