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17.06.2004

Verena Zeltner stellt ihr sechstes Kinderbuch vor

von Marius Koity Ostthüringer Zeitung

Am Samstag ab 16 Uhr auf Burg Ranis

Ranis (OTZ/mko). Zum Sonnenwendfest am Samstag auf Burg Ranis wird es eine literarische Premiere geben. Die Kinderbuchautorin Verena Zeltner aus Neunhofen stellt interessierten Kindern, Eltern und Großeltern ihr neuestes Buch vor: "Max und Tippitu". Die Lesung beginnt um 16 Uhr. Der 126 Seiten starke Band ist vor wenigen Tagen im Turmhut-Verlag aus dem hessischen Mellrichstadt erschienen.

"Wer heißt schon Tippitu?" lautet eine Frage auf den ersten Seiten des Buches. Ein etwa zehnjähriges Mädchen, das neu im Dorf und anders als die anderen Mädchen in ihrer neuen Schulklasse ist. Die Schulbank drückt sie neben Max. Als Tippitu Max zu ihrem Geburtstag einlädt, geschehen merkwürdige Dinge. Kein Wunder: Die Mutter und die Großmutter des Mädchens sind Hexen. Doch mit dem "Hexenkram" will Tippitu nichts zu tun haben, zumal ihr Vater meint, dass zwei Hexen im Haus reichten. Doch dann stürzt Max von einem Nussbaum, auf den er mit Tippitu gestiegen war, und bleibt regungslos liegen... Die Geschichte der beiden endet dennoch gut, die jungen Leserinnen und Leser dürfen gespannt sein.

Die Neuerscheinung ist das sechste Buch der 53-jährigen Schriftstellerin. Verena Zeltners Hausverlag, der Thami Verlag aus Neunhofen, brachte die Fantasy-Märchen-Bücher für Kinder ab sechs-sieben Jahren "Lucie und Thami" (1999), "Neues von Lucie und Thami" (1999), "Nelly Goldhaar und das verschwundene Himmelblau" (2000) und "Lalu" (2002) heraus. Im Dana Verlag aus dem niedersächsischen Bramsche ist "Der Zaubervogel" (1999) erschienen. Wie die bisherigen Bände ist auch "Max und Tippitu" illustriert, die Zeichnungen stammen dieses Mal von Irmen Noering, einer in der fränkischen Schweiz lebenden 29-jährigen Künstlerin. In ganz Thüringen hat Verena Zeltner bislang aus ihren Büchern gelesen, mit ihrem neuen Verlag hofft sie, auch in Hessen Leser zu finden.

Verena Zeltner hat bereits die Arbeit an ihrem nächsten Buch so gut wie abgeschlossen. Der Stoff ist dieses Mal für Leserinnen und Leser ab etwa zehn Jahren gedacht. Im Mittelpunkt stehen nämlich ein Mädchen und ein Junge, die letztlich nicht nur das gemeinsame Interesse für Fledermäuse verbindet. Für dieses Buch habe sie sich intensiv mit den Lebensumständen der Fledermäuse beschäftigt, so Verena Zeltner, und die Geschichte sei in einem Dorf angesiedelt, das ihrem Geburtsort Lausnitz bei Neustadt nachempfunden sei. Hilfreich seien aufgeschlossene Regelschüler aus Ranis gewesen, bei denen sich Verena Zeltner während einer Probe-Lesung erkundigte, was heutzutage elfjährige Mädchen und Jungen zum Beispiel jeweils über das andere Geschlecht denken.