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09.03.2015

Zum Frauentag: Mode des 18. Jahrhunderts im Schillerhaus Rudolstadt präsentiert

von Thomas Spanier Ostthüringer Zeitung

Ilka Sieler in einem Alltagskleid aus dem 18. Jahrhundert bei der Veranstaltung zum Frauentag im Rudolstädter Schillerhaus. Foto: Thomas Spanier

Mit zwei Veranstaltungen wartete das Rudolstädter Schillerhaus zum Frauentag auf. Am Vormittag gab es ein Dichtergespräch, am Nachmittag eine besondere Modenschau.

Rudolstadt. Die Rudolstädter Jahre des Schriftstellers Harald Gerlach, der am Sonnabend 75??Jahre alt geworden wäre, standen im Blickpunkt eines Frühstücksgespräches mit Weggefährten des vielseitigen Dichters. Exakt 17 Gäste kamen zu dem Gespräch mit Theater­intendant Steffen Mensching, Autor Matthias Biskupek und Schauspielerin Verena Blankenburg.

„Geschnürt und geputzt – die Mode des 18. Jahrhunderts“ hieß es dann am Nachmittag. ­Ilka Sieler, Kostümschneiderin aus Leipzig, hat sich der Reproduktion historischer Kleidung aus dem 18. Jahrhundert verschrieben und legt dabei größten Wert auf authentische Materialien, Schnitte und Verarbeitungstechniken. Beim Tausch eines Alltagskleides gegen ein anderes wurden anhand der ab- und angelegten Teile Besonderheiten und Funktionen der damaligen Kleidung gezeigt und verdeutlicht, wie sehr sie sich von der heutigen unterscheidet.

70 Gäste verteilten sich im Café und auf den Emporen. „Wir hätten noch deutlich mehr Karten für diese Veranstaltung verkaufen können“, sagte Museumsleiterin Daniela Danz, die die Kostümschneiderin bei einer Visite in Rudolstadt ansprach, als sie Kleider aus dem ­Museumsfundus begutachtete.